Intellektuelle und Intellektuellengeschichte
Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 20.11.2011
https://docupedia.de/zg/morat_intellektuellengeschichte_v1_de_2011
DOI: https://doi.org/10.14765/zzf.dok.2.279.v1
Begriffe, Methoden und Debatten
der zeithistorischen Forschung
Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 20.11.2011
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Das 20. Jahrhundert war auch das „Jahrhundert der Intellektuellen”.[1] Mit Émile Zolas berühmtem „J'accuse” 1898 in die Welt getreten, begleitete der Intellektuelle als moderne Sozialfigur die weltanschaulichen Kämpfe des „Zeitalters der Extreme” (Eric Hobsbawm), um mit dem Ende des Kalten Kriegs und dem Beginn der sogenannten Postmoderne von vielen wieder für tot erklärt zu werden.[2] In der Folge hat sich auch die Zeitgeschichtsschreibung immer wieder mit den Intellektuellen und ihrer gesellschaftlichen Rolle beschäftigt. Der Begriff des Intellektuellen war jedoch zunächst keine wissenschaftliche Analysekategorie, sondern ein politischer Kampfbegriff. Wer oder was ein Intellektueller sei und worin seine politische und gesellschaftliche Aufgabe bestehe, war während des 20. Jahrhunderts stets ein umkämpfter Gegenstand der intellektuellen Auseinandersetzungen selbst. Das führt dazu, dass der Intellektuellenbegriff mit einer latenten Selbstreferenzialität behaftet ist („Die Bestimmung des Intellektuellen ist eine Selbstbestimmung”[3]) und dass Intellektuellengeschichte folglich immer auch eine Geschichte des Redens über Intellektuelle sein muss.[4]
Im Folgenden soll zunächst diese Definitions- und Begriffsproblematik näher behandelt werden. Dabei wird für eine formale und wertneutrale Begriffsdefinition plädiert, die unabhängig von den intellektuellen Selbstbeschreibungen als wissenschaftliche Analysekategorie tragfähig ist. Ausgehend von dieser Begriffsbestimmung wird im zweiten Abschnitt noch einmal die Frage nach der epochalen Zugehörigkeit der Intellektuellen zur Zeitgeschichte gestellt. Im dritten Abschnitt werden verschiedene Kontexte und methodische Ansätze der Intellektuellengeschichtsschreibung behandelt. Der vierte und letzte Abschnitt präsentiert schließlich einige Forschungstendenzen und -themen vornehmlich der deutschen Intellektuellengeschichtsschreibung.
Um sich angesichts der Vielzahl der im Umlauf befindlichen Intellektuellendefinitionen zu orientieren, ist es zunächst hilfreich zu unterscheiden, ob mit dem Begriff „Intellektuelle” eine bestimmte soziale Schicht bzw. (Berufs-)Gruppe oder ein bestimmter Typus von gesellschaftlichem Akteur bezeichnet werden soll. Schichtbezogene Begriffsverwendungen finden sich etwa dort, wo von den Intellektuellen als der „schreibenden Zunft” oder von den „intellektuellen Berufen” die Rede ist.[5] Auch die verwandten Begriffe der „Intelligenz” oder „Intelligenzija” beziehen sich in erster Linie auf die soziale Schicht der Gebildeten.[6] Davon unterscheidet sich eine Begriffsverwendung, die den Intellektuellen nicht in erster Linie über seinen sozialen Status, sondern über seine soziale Tätigkeit definiert. In den Worten von M. Rainer Lepsius: „Intellektuelle sind, soziologisch gesehen, also nicht Leute mit irgendwelchen persönlichen Eigenschaften, sondern Leute, die etwas Bestimmtes tun.”[7] Demnach sind nicht alle Schriftsteller, Akademiker oder Publizisten per se auch Intellektuelle. Um als solche zu gelten, müssen sie sich zusätzlich zu ihrer professionellen Tätigkeit in einer bestimmten Weise in der (politischen) Öffentlichkeit äußern und verhalten.
In der Debatte um den Intellektuellenbegriff besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass eine solche handlungsbezogene Begriffsbestimmung weiter trägt als eine rein sozialstratifikatorische, selbst wenn beide Arten der Begriffsverwendung im Sprachgebrauch häufig parallel auftreten. Die eigentlichen Begriffsauseinandersetzungen beginnen jedoch dann, wenn es darum geht anzugeben, worin die zusätzliche, zum Intellektuellenstatus qualifizierende soziale Tätigkeit besteht. Das hat wiederum damit zu tun, dass die meisten der gängigen Intellektuellendefinitionen mit bestimmten normativen Vorgaben verbunden sind. Intellektuelle sollen in dieser oder jener Weise öffentlich tätig sein bzw. dieser oder jener gesellschaftlichen Funktion dienen. Wenn sie das nicht tun, begehen sie Verrat an ihrer Aufgabe.[8] Diese normative Aufladung des Begriffs geht auf seine Entstehung als politische Kampfvokabel im Frankreich der Dreyfus-Affäre zurück.
![Émile Zola, „J'Accuse...!”, Titelseite der von Georges Clemenceau herausgegebenen Zeitung „L’Aurore” vom 13. Januar 1898 mit dem Abdruck von Zolas offenem Brief an den Staatspräsidenten Félix Faure zur Dreyfus-Affäre. Quelle: [http://commons.wikimedia.org/wiki/File:J_accuse.jpg Wikimedia Commons] ([http://en.wikipedia.org/wiki/Public_domain Public Domain]).](sites/default/files/import_images/1513.jpg)
Selbst wenn der Neologismus „Intellektuelle” an einzelnen Stellen bereits früher nachgewiesen werden kann,[9] hat sich der Begriff erst im Laufe der Dreyfus-Affäre im Frankreich der Dritten Republik allgemein etabliert.[10] Nachdem Émile Zola mit seinem am 13. Januar 1898 erschienenen Aufruf „J'accuse” gegen die Verurteilung des jüdischen Hauptmanns Alfred Dreyfus wegen Hochverrats protestiert und schwere Vorwürfe gegen Militär und Justiz erhoben hatte, folgten ihm zwei Tage später eine Reihe weiterer namhafter Schriftsteller und Akademiker (unter ihnen Anatole France, Marcel Proust und Émile Durkheim), die eine am 15. Januar erschienene Petition zur Revision des Dreyfus-Urteils unterschrieben. Diese Petition ist durch einen Artikel des Anti-Dreyfusard Maurice Barrès als „protestation des intellectuels” bekannt geworden, der diese Bezeichnung allerdings von dem Dreyfusard Georges Clemenceau übernommen hat.[11] Seit diesem Moment fungierte der Intellektuellenbegriff sowohl als affirmative Selbst- wie als pejorative Fremdbezeichnung der Prozesskritiker in der Dreyfus-Affäre.
Diese Ursprungskonstellation des modernen Intellektuellenbegriffs hatte mehrere Implikationen. Zum einen wurden die Intellektuellen damit auf bestimmte inhaltliche Positionen festgelegt: Sie gelten in der Regel als tendenziell links, staats- und religionskritisch, unabhängig, als Anwälte der Wahrheit, des Universellen, der Demokratie und der Menschenrechte. Zudem wurde an sie häufig die moralische Erwartung gerichtet, unerschrocken und mit persönlichem Risiko für die als richtig erkannte Position einzustehen; so wie Zola, der im Anschluss an sein „J'accuse” wegen Verleumdung verklagt wurde und für ein Jahr ins englische Exil fliehen musste. Zum anderen erschienen die Gegner dieser Positionen wie etwa Maurice Barrès oder Charles Maurras per se als Antiintellektuelle, obwohl sie – als Schriftsteller, die sich in öffentliche Angelegenheiten mischten – viele formale Eigenschaften mit den Dreyfusards teilten. Zusammen mit den Intellektuellen sind so auch die Intellektuellenkritik und das Paradox des (rechts-)intellektuellen Antiintellektualismus in die Welt getreten. Schließlich macht die Dreyfus-Affäre die agonale Struktur der intellektuellen Kämpfe um politische, ideologische oder kulturelle Hegemonie deutlich: Intellektuelle Debatten spielen sich zumeist in Form von Kontroversen und polemischen Auseinandersetzungen ab, in denen sich gegnerische Gruppierungen oder Lager (und nicht nur freischwebende Einzelne) gegenüberstehen.[12]
Die genannten Merkmale, die sich aus der Entstehung des modernen Intellektuellenbegriffs in der Dreyfus-Affäre ergeben, finden sich in den Intellektuellendefinitionen des 20. Jahrhunderts wieder. An dieser Stelle können nicht alle diese Definitionen aufgeführt werden. Entscheidend ist, dass sich die normative Grundstruktur des Begriffs vielfach auch dort erhalten hat, wo er von einer politischen Kampfvokabel in eine wissenschaftliche Analysekategorie überführt wurde. Das lässt sich etwa an der frühen Intellektuellensoziologie Karl Mannheims zeigen, der allein den Intellektuellen die Fähigkeit zuschrieb, die grundsätzliche „Seinsgebundenheit” des Denkens aufgrund ihres „sozial freischwebenden” Status transzendieren und dadurch Einsicht in den Gesamtzusammenhang der Gesellschaft gewinnen zu können, weshalb er ihnen die Rolle von „Wächtern” der Gesellschaft zuwies.[13] In ähnlicher Weise schrieb später auch Theodor Geiger den Intellektuellen einen gesellschaftlichen Auftrag zu, nämlich unter anderem zur „Rationalisierung des Lebens” und zur „Kritik und Mäßigung der Macht” beizutragen.[14]
Der letztgenannte Punkt, dass die Aufgabe bzw. der „Beruf”[15] der Intellektuellen in der (Staats- und Gesellschafts-)Kritik bestehe, dass sie als „Störungsfaktor”[16] der Macht zu fungieren hätten, ist wahrscheinlich die am häufigsten wiederkehrende Zuschreibung. Damit verknüpft ist in der Regel die Forderung nach politischer und gesellschaftlicher Ungebundenheit bzw. Distanz, die unter dem Stichwort der „Autonomie” etwa von Pierre Bourdieu zum zentralen Definitionskriterium gemacht wurde.[17] Hierbei handelt es sich letztlich um eine direkte Übertragung der Normativität von der Kampfvokabel auf die soziologische Beschreibungskategorie. Übernimmt man jedoch diese normative Selbstzuschreibung in die wissenschaftliche Analyse, droht aus dem Blick zu geraten, dass es neben den kritischen Intellektuellen immer auch affirmative Intellektuelle gab und dass sich Nähe und Distanz der Intellektuellen zur Politik während des 20. Jahrhunderts in unterschiedlichen Abstufungen gestalteten, sodass sich „Kritik als Beruf” und „Politik als Beruf” bzw. „Geist und Macht”[18] mithin nicht immer fein säuberlich voneinander trennen ließen.[19]
Schließlich stellt sich bei zu vielen normativen Vorgaben an den Intellektuellenbegriff erneut das schon angesprochene Problem des intellektuellen Antiintellektualismus. Dieses Problem ist in der deutschen Intellektuellengeschichte besonders virulent, da sich hier erst sehr spät ein positiver Intellektuellenbegriff entwickelt hat und es eine starke Tradition der konservativen Intellektuellenkritik gibt. Das hat manche Kommentatoren dazu veranlasst, von Deutschland als dem „Land der Mandarine” zu sprechen, das – vor allem im Unterschied zu Frankreich – grundsätzlich intellektuellenfeindlich sei.[20] Sind aber Intellektuellenkritiker wie Arnold Gehlen[21] oder Helmut Schelsky[22] nicht selbst auch als Intellektuelle zu qualifizieren? Um dem Phänomen der Rechtsintellektuellen, die sich selbst nicht als Intellektuelle bezeichnet haben, historiografisch besser gerecht zu werden, ist eine Begriffsdefinition hilfreich, die den Intellektuellenbegriff von den Selbstbeschreibungen der historischen Akteure löst und ihn nicht an bestimmte inhaltliche Positionen, gesellschaftliche Funktionen oder gar Tugenden[23] knüpft, sondern ihn möglichst wertneutral anhand formaler Kriterien bestimmt.
Eine solche Definition findet sich etwa in der vergleichenden Studie von Stefan Collini über Intellektuelle in Großbritannien. Collini versteht Intellektuelle nicht als Angehörige einer bestimmten sozialen Schicht oder als Träger einer bestimmten sozialen Funktion, sondern als Akteure in einer bestimmten sozialen Rolle. Diese Rolle ist durch vier Elemente gekennzeichnet:
„1. The attainment of a level of achievement in an activity which is esteemed for the non-instrumental, creative, analytical, or scholarly capacities it involves;
2. The availability of media or channels of expression which reach publics other than that at which the initial ‚qualifying' activity itself is aimed;
3. The expression of views, themes, or topics which successfully articulate or engage with some of the general concerns of those publics;
4. The establishment of a reputation for being likely to have important and interesting things of this type to say and for having the willingness and capacities to say them effectively through the appropriate media.”[24]
Intellektuelle sind also in der Regel Angehörige akademischer oder künstlerischer Berufe, die sich auf ihrem jeweiligen Tätigkeitsfeld eine gewisse Reputation erarbeitet haben und sich nun in einer Angelegenheit öffentlich zu Wort melden, die außerhalb ihres originären Tätigkeitsfelds liegt und von allgemeinem politischen Interesse ist.[25]
Diese Intellektuellendefinition funktioniert ohne Festlegung darauf, mit welchem Inhalt und mit welcher Funktion die öffentliche Intervention stattfindet. Nach ihr ist Émile Zola ebenso als Intellektueller zu qualifizieren wie sein Gegenspieler Maurice Barrès. Sie macht außerdem deutlich, warum Schriftsteller für die Intellektuellenrolle prädestiniert sind, da sie einerseits als Spezialisten des Wortes der öffentlichen Rede mächtig sind, andererseits aber – im Unterschied etwa zu Wissenschaftlern, die häufig nur als Experten ihres jeweiligen Fachgebiets öffentlich auftreten[26] – in öffentlichen Angelegenheiten per se Generalisten sind und im eigenen Auftrag sprechen.[27] Schwieriger ist die Frage, inwiefern Journalisten als Intellektuelle agieren können, da die Äußerung in öffentlichen Angelegenheiten zu ihrer originären Tätigkeit gehört. Hier lässt sich argumentieren, dass Journalisten dann als Intellektuelle in Erscheinung treten, wenn sie eine hinreichende Reputation erlangt haben, um im eigenen Namen (aber nicht in eigener Sache) zu sprechen und eigene politische Positionen und Forderungen zu vertreten.[28]
Entkoppelt man den formalen Intellektuellenbegriff in der genannten Weise vom Quellenbegriff, lässt sich auch die Frage nach der Entstehung des Intellektuellen als moderner Sozialfigur neu stellen. Ist es wirklich sinnvoll, erst ab der Dreyfus-Affäre von Intellektuellen zu sprechen? Gab es die Sache nicht schon vor dem Begriff? Tatsächlich sprechen manche Gründe dafür, die Geburt des Intellektuellen ein Jahrhundert vorzuverlegen und als ersten Intellektuellen nicht Zola, sondern Voltaire zu nennen.[29] Die Aufklärung und der Aufstieg des Bürgertums haben im 18. Jahrhundert nicht nur zur Entstehung der freien Berufe, sondern – nach Jürgen Habermas – auch zu einem „Strukturwandel der Öffentlichkeit”[30] geführt, der das kritische Räsonnement als Modus der politischen Auseinandersetzung etabliert hat. Indem sich die hommes de lettres und die gebildeten Bürger an diesem Räsonnement beteiligt haben, agierten sie als Intellektuelle avant la lettre. Dabei waren sie nicht auf bestimmte aufklärerische oder universalistische Positionen festgelegt, denn die Vertreter der Gegenaufklärung wie Edmund Burke, Joseph de Maistre oder die politischen Romantiker in Deutschland können in diesem Sinn ebenfalls als Intellektuelle gelten. So kann man allgemein sagen, dass mit den bürgerlichen Revolutionen des späten 18. Jahrhunderts nicht nur die modernen politischen Ideologien entstanden sind, sondern als deren Fürsprecher und Vordenker auch die Intellektuellen.[31]
Für die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert lässt sich allerdings von einem „zweiten Strukturwandel der Öffentlichkeit”[32] sprechen, der die Bedingungen intellektueller Intervention erneut und grundlegend verändert hat. Zum einen entstand mit der fortschreitenden Demokratisierung und Fundamentalpolitisierung sowie dem Aufkommen der modernen Massenpresse ein neuartiger politischer Massenmarkt. Zum anderen bildeten sich im Zuge allgemeiner Verwissenschaftlichungsprozesse neue Instanzen der gesellschaftlichen Selbstthematisierung heraus, so etwa in der neu entstehenden Soziologie.[33] Gangolf Hübinger spricht hier von einer „kulturellen Doppelrevolution um 1900, als alle Lebensbereiche wissenschaftlich durchleuchtet und zugleich auf den Prüfstand einer demokratisierten Öffentlichkeit gestellt wurden”.[34] Der damit einhergehende „Strukturwandel von der bürgerlich-liberalen Elitenkultur zur demokratischen Massenkommunikation”[35] hat auch die Bedingungen intellektueller Intervention fundamental verändert. Es ist daher kein Zufall, dass sich der Begriff erst in diesem historischen Moment eingebürgert hat, und es lässt sich mit guten Gründen argumentieren, dass sich der Intellektuelle des 20. Jahrhunderts in so weitgehender Weise vom Gelehrtenpolitiker und dem politischen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts unterscheidet, dass der Intellektuellenbegriff für ihn reserviert sein sollte.[36] Mit dieser Argumentation wäre man wieder bei der klassischen Erzählung, die die Geburt des Intellektuellen mit der Geburt des Begriffs zusammenfallen lässt.
Lassen sich im Hinblick auf die Entstehung des modernen Intellektuellen also zwei unterschiedliche Perioden angeben, wie steht es dann mit seinem vermeintlichen Ende? Jean-François Lyotard sprach 1983 vom „Grabmal des Intellektuellen”[37] und begründete dessen Tod mit der epistemologischen Verunsicherung durch die Postmoderne: In Zeiten, in denen die universelle Wahrheit als regulative Leitidee kritischer Diskurse verabschiedet würde, hätten auch die Intellektuellen als deren Fürsprecher ausgedient. Die Rede vom Tod der Intellektuellen verstärkte sich dann noch einmal seit der Epochenwende von 1989/90 und dem Ende des Kalten Krieges. Nach dem „Ende der Ideologien” (Daniel Bell) oder gar dem „Ende der Geschichte” (Francis Fukuyama) schienen die Intellektuellen als Träger der modernen Ideenkämpfe keine Funktion mehr zu haben. Innerhalb der französischen Debatte reagierten etwa Michel Foucault und Pierre Bourdieu auf die Verunsicherung des Intellektuellenstatus, indem sie zwar konzedierten, dass der universalistische Intellektuelle Sartrescher Prägung ausgedient habe, nun aber die Zeit des „spezifischen” (Foucault) bzw. des „kollektiven” (Bourdieu) Intellektuellen gekommen sei.[38] Auch unabhängig davon, ob man diese typologischen Unterscheidungen für sinnvoll hält, ist schon alleine die anhaltende Debatte über den Status der Intellektuellen seit dem Ende des 20. Jahrhunderts ein Zeichen für ihr Fortbestehen. Allerdings lässt sich argumentieren, dass sich die medialen Bedingungen intellektueller Interventionen mit der digitalen Revolution und dem Ende des Gutenberg-Zeitalters erneut geändert haben. Es ist also durchaus sinnvoll, mit Blick auf die Gegenwart nach einem neuen Typus des „Medienintellektuellen”[39] oder des „virtuellen Intellektuellen”[40] zu fragen, dessen primäres Kommunikationsmedium nicht mehr der Leitartikel, sondern die Fernsehshow oder der Internet-Blog ist. Auch deren Rolle lässt sich jedoch mit Collinis formaler Intellektuellendefinition fassen, sodass wenig dafür spricht, die Epoche der Intellektuellen mit der heutigen Medien- und Wissensgesellschaft enden zu lassen.[41]
Die Intellektuellengeschichte berührt sich mit einer Reihe weiterer historiografischer Forschungsfelder und kann mit unterschiedlichen Erkenntnisinteressen und Methoden betrieben werden. Aus dem bisher Gesagten ist bereits deutlich geworden, dass der Intellektuelle als „Protagonist der Öffentlichkeit”[42] an die Geschichte dieser (Medien-)Öffentlichkeit gebunden ist und dass Intellektuellengeschichte daher immer medienhistorisch informiert betrieben werden sollte. Das wichtigste Nachbarfeld der Intellektuellengeschichte ist aber zunächst die Ideengeschichte, mit der sie wahrscheinlich am meisten Überschneidungen hat.[43] Interessiert man sich für die politischen und gesellschaftlichen Wirkungsweisen von Ideen, bietet es sich an, sich genauer mit den Intellektuellen als ihren „Produzenten und Protagonisten”[44] zu beschäftigen. Umgekehrt kann auch die ideengeschichtliche Auseinandersetzung mit einzelnen Denkern durch die Beschäftigung mit deren öffentlicher Rolle als Intellektuelle angereichert werden. Das Erkenntnisinteresse kann dabei zwischen einem Fokus auf die Denkentwicklung einzelner Intellektueller und ihrer Rolle und Funktion in der Öffentlichkeit schwanken. So ist etwa die anglo-amerikanische Intellectual History auch dort, wo sie als „history of intellectuals”[45] betrieben wird, traditionell stärker ideengeschichtlich an einzelnen Denkern und Texten orientiert.[46] Die Frage nach der politischen Bedeutung von Ideen wird hier zumeist mit einer Analyse der jeweiligen Ideengebäude selbst und ihres politischen Gehalts beantwortet.[47]
Im Unterschied dazu ist die französische Intellektuellengeschichtsschreibung stärker an der gesellschaftlichen Bedeutung und Wirkung der Intellektuellen interessiert. Der Untersuchungsschwerpunkt verschiebt sich dabei von einzelnen Personen hin zu intellektuellen Netzwerken und Milieus. Prägend hierfür war eine 1986 von Jean-François Sirinelli ins Leben gerufene „Groupe de recherche sur l'histoire des intellectuels” am Pariser Institut d'histoire du temps présent, die später u.a. von Pascal Ory, Nicole Racine und Michel Trebitsch weitergeführt wurde.[48] In ihrer heute als Standardwerk geltenden ersten Überblicksdarstellung fordern Ory und Sirinelli programmatisch den Dreischritt von „l'étude d'itinéraires, l'observation de structures de sociabilité et la mise en lumière de générations”.[49] Hinsichtlich der „structures de sociabilité” unterscheiden sie noch einmal zwischen „‚réseaux' qui structurent et ‚microclimat' qui caractérise un milieu intellectuel donné”.[50] Als prototypische Beispiele solcher „sociabilités intellectuelles” nennen sie die Redaktionen von Kulturzeitschriften, die als Kristallisationskerne eines intellektuellen Milieus erscheinen.[51] Sirinelli selbst hat in einer größeren Studie besonders den Generationsansatz stark gemacht.[52]
In Deutschland lässt sich keine vergleichbar starke Schulprägung in der Intellektuellengeschichtsschreibung ausmachen. Die Untersuchung intellektueller Netzwerke und intellektueller Gruppierungen spielt jedoch auch hier eine wichtige Rolle.[53] Sie folgt dabei nicht selten wissenssoziologischen Annahmen über die kommunikative Herstellung und Verbreitung von Ideen in „Denkkollektiven”.[54] Diese Annahmen wurden in den letzten Jahren häufig in intellektuellen Gruppen- und Einzelbiografien zur Anwendung gebracht, sodass „sozialwissenschaftlich instrumentierte Biografiestudien”[55] geradezu als bevorzugtes Format innerhalb der deutschen Intellektuellengeschichtsschreibung gelten können.[56]
Die Intellektuellen „in ihrer Zeit” zu untersuchen, wie eine beliebte Untertitelformulierung lautet, verspricht dabei eine doppelte Erkenntnis: Zum einen dient der zeithistorische Kontext dem Verständnis der jeweiligen Intellektuellenbiografie, zum anderen soll aber auch der historische Gesamtzusammenhang durch die Beschäftigung mit einzelnen Intellektuellen erhellt werden. Dahinter verbirgt sich häufig die Annahme, dass Intellektuelle in besonderer Weise Exponenten des Zeitgeistes sind. Wenn Intellektuellen tatsächlich „bei der Konstruktion von Wahrnehmungs-, Denk- und Klassifikationsschemata der sozialen Welt eine Schlüsselrolle”[57] zufällt, wie Ingrid Gilcher-Holtey schreibt, wenn sie als „Träger eines gesamtgesellschaftlichen Orientierungswissens” gelten können und das „Bewußtsein der Gesellschaft, die potentiellen Träger ihrer Selbsterkenntnis”[58] darstellen, ja wenn sie die „Funktion der öffentlichen Weltauslegung und Sinnstiftung”[59] wahrnehmen und „öffentliche Kontroversen, die von zentraler Bedeutung für den gemeinschaftlichen Wertekonsens sind, stellvertretend für die gesamte Öffentlichkeit ausfechten”[60], dann liegt es nahe, durch das Studium der Intellektuellen auch etwas über die kollektiven Wertvorstellungen und Sinnstiftungsschemata einer Gesellschaft, über die „Geistige Situation der Zeit”[61], im Allgemeinen in Erfahrung bringen zu wollen. In dieser Hinsicht berührt sich die Intellektuellengeschichte mit der Mentalitäts-, Diskurs- und Wissensgeschichte.
![Diskussion zwischen Rudi Dutschke und Ralf Dahrendorf während einer Studentenkundgebung 1968 in Freiburg. Fotograf: Willy Pragher (1908-1992), Sammlung Willy Pragher W 134 Nr. 85.223u.
Quelle: [http://www.landesarchiv-bw.de © Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Freiburg].](sites/default/files/import_images/1514.jpg)
Allerdings muss man dabei vorsichtig sein, den Intellektuellen nicht a priori eine Sonderrolle zuzuschreiben, von der zunächst geprüft werden muss, ob sie sie in der jeweiligen historischen Situation auch eingenommen haben. Denn erstens wird Sinnstiftung und Weltdeutung auch von anderen sozialen Akteuren produziert und zweitens spielen sich intellektuelle Debatten nicht selten abgehoben von den politischen Einstellungen und Wertvorstellungen der Bevölkerungsmehrheit ab. Berücksichtigt man jedoch diese Einschränkungen, liegt es tatsächlich nahe, in den intellektuellen Debatten und Kontroversen einer Zeit auch den Ausdruck weiter verbreiteter Deutungen und Problemlagen zu erblicken, die hier auf den Begriff gebracht werden.[62]
Ein Forschungsfeld, mit dem die Intellektuellengeschichte bisher zu wenige Berührungspunkte aufweist, ist die Geschlechtergeschichte. Der Intellektuelle ist ein „Typus mit Geschlecht”[63], wie Eva Kreisky schreibt, und zwar zumeist einem männlichen. Es gibt natürlich berühmte Ausnahmen wie Virginia Woolf, Hannah Arendt, Simone de Beauvoir oder Susan Sontag, zu denen jeweils auch historische Forschung betrieben wird. Es liegen aber verhältnismäßig wenige Studien vor, die sich explizit mit der Geschlechterproblematik in der Intellektuellengeschichte beschäftigen. Das gilt nicht nur für die Frage nach intellektuellen Frauen,[64] sondern auch für die spezifischen Männlichkeitsentwürfe innerhalb von Intellektuellenassoziationen, den männlichen Habitus in intellektuellen Debatten oder die Zuschreibung mangelnder Männlichkeit an angeblich feminisierte Intellektuelle. Eine Ausnahme bilden hier die Rechtsintellektuellen der sogenannten Konservativen Revolution, deren „männlicher Fundamentalismus” schon gelegentlich als solcher thematisiert worden ist.[65] Insgesamt könnte die Intellektuellengeschichte aber von einer systematischeren Berücksichtigung der Geschlechterfrage profitieren.
Abschließend sollen einige Themen und Tendenzen vornehmlich der deutschen Intellektuellengeschichtsschreibung der letzten Jahre aufgeführt werden, auch wenn dies nur schlaglichtartig und ohne Anspruch auf Vollständigkeit geschehen kann. Während die „Geburt der Intellektuellen” in der Dreyfus-Affäre in Frankreich ausführlich untersucht worden ist, spielen die Intellektuellen im Kaiserreich in der deutschen Intellektuellenhistoriografie zwar auch eine Rolle, bilden aber keinen vergleichbaren Schwerpunkt der Forschung.[66] Stattdessen stellte vor allen Dingen die Weimarer Republik lange einen Fokus in der Forschung zur deutschen Intellektuellengeschichte dar.[67] Die Arbeiten in diesem Kontext folgten vielfach der Leitfrage nach dem prekären Verhältnis der Intellektuellen zur Weimarer Demokratie und dem antidemokratischen Denken, das zumeist auf der Seite der Rechtsintellektuellen etwa der „Konservativen Revolution” untersucht wurde.[68] Daneben richtete sich das Interesse besonders auf die Blüte der urbanen Intellektuellenkultur linker und häufig auch jüdischer Prägung.[69] Demgegenüber hat sich das Interesse in den letzten Jahren nicht nur auf das antidemokratische Denken von links ausgedehnt,[70] sondern besonders auch auf die politischen Überschlagsphänomene und die „unheimlichen Nachbarschaften”[71] in den die politischen Lager übergreifenden „Austauschdiskursen” der Weimarer Zeit.[72] Die Frage nach dem „appeal of fascism”[73] für Intellektuelle blieb dabei aber weiter virulent.
Sie prägt naheliegenderweise auch die Arbeiten zum Nationalsozialismus, die sich den systemtreuen Intellektuellen widmeten und hier nach den verschiedenen Spielarten intellektueller Komplizenschaft und den Spielräumen intellektueller Intervention und Affirmation unter den Bedingungen der totalen Diktatur fragten.[74] Daneben findet sich auch eine ausgedehnte Forschung zu den Intellektuellen im Exil und in der sogenannten inneren Emigration.[75] Die Exilforschung hat sich zudem mit der Frage der Remigration nach 1945 beschäftigt und damit die Perspektive auf die intellektuellen Kontinuitäten über die politischen Brüche von 1933 und 1945 hinweg geweitet.[76] Diese Frage nach Kontinuitäten und Brüchen hat auch viele andere Studien zur Intellektuellengeschichte in den letzten Jahren beschäftigt.[77] Dies gilt besonders für die Rolle der Rechtsintellektuellen als Vor- und Mitdenker des Nationalsozialismus, die sich nach 1945 auf unterschiedliche Weise mit den neuen politischen Gegebenheiten arrangierten.[78] Darauf aufbauende Studien zur Rolle der Intellektuellen in der Bundesrepublik haben sich dann einerseits auf die intellektuelle Verarbeitung der NS-Vergangenheit[79] und andererseits auf die Frage nach der „intellektuellen Gründung der Bundesrepublik” konzentriert, wobei hier vor allem diskutiert wurde, ob diese intellektuelle Gründung eher von linker oder eher von liberalkonservativer Seite aus erfolgt ist.[80]
Die Frage nach der Rolle der Intellektuellen in der 68er-Bewegung und der sogenannten Neuen Linken der 1970er-Jahre, die die zeitgenössischen Intellektuellendebatten geprägt hat,[81] ist in der Forschung demgegenüber zurückgetreten und hat einer allgemeineren Beschäftigung mit den intellektuellen Debatten um den Staat Platz gemacht.[82] Forschungen zu den Intellektuellen in der DDR und in anderen Ostblockstaaten haben sich vor allen Dingen auf ihr Verhältnis zum Staat und ihre Rolle als Dissidenten konzentriert.[83] Während sich die Zahl der Einzelstudien zu den Intellektuellen in der DDR jedoch in Grenzen hält, haben die Debatten um die Wiedervereinigung und die Verschiebungen und Verwerfungen im intellektuellen Feld um 1990 verstärkte Aufmerksamkeit in der neueren Intellektuellengeschichtsschreibung gefunden, bis hin zu den jüngsten Debatten um die Berliner Republik.[84] Insgesamt lässt sich die deutsche Intellektuellengeschichte des 20. Jahrhunderts somit als ein sehr gut bearbeitetes und florierendes Forschungsfeld bezeichnen.
Was beim Blick auf die deutsche Intellektuellengeschichtsschreibung vom Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung jedoch auffällt, ist die langanhaltende Wirkung des nationalen Paradigmas.[85] Auch die vergleichende Intellektuellengeschichtsschreibung orientierte sich – nicht nur in Deutschland – lange an der Vorstellung klar umrissener nationaler Intellektuellenkulturen, die miteinander bzw. zumeist mit dem idealtypischen französischen Modell verglichen werden konnten.[86] Demgegenüber hat sich die Intellektuellenforschung in den letzten Jahren verstärkt auch für internationale Transfer- und Austauschprozesse sowie transnationale intellektuelle Netzwerke interessiert.[87] Eine besondere Rolle spielte dabei die Frage nach der Funktion der Intellektuellen in der europäischen Verständigungsbewegung und Integration.[88] Für die Zeit des Kalten Krieges wurden aber auch die transatlantischen Transferbeziehungen in den Blick genommen.[89] In beiden Fällen standen jedoch europäische und nordamerikanische Intellektuelle im Zentrum der Forschung. Die Rolle von Intellektuellen in außereuropäischen Gesellschaften wurde bisher zumeist nur im Rahmen von Regionalstudien untersucht.[90] Hier gibt es einen gewissen Nachholbedarf, um auch in der Intellektuellengeschichte an den aktuellen Stand der Globalgeschichte anzuschließen und nicht nur das nationale, sondern auch das eurozentrische Paradigma zu überwinden.
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